Zarate – Colonia del Sacramento/Uruguay

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Von Zarate nach Colonia del Sacramento/Uruguay

Von Buenos Aires nach Zarate mit dem Taxi, dem Zug und zu Fuß. Laut Google Maps dauert das 6 Stunden, die App „rome2rio“ ist da wesentlich besser mit 2 Stunden. Die ersten 24 km lege ich mit dem Taxi für umgerechnet 10€ zurück, anschließend dann 70 km mit dem Zug für 40 Cent.

Während der Fahrt bittet mich ein älterer Mitreisender plötzlich das Fenster „wegen der Steine“ zu schließen. Ich schloss das Fenster, und dachte, ich hätte mich verhört. Kurze Zeit später aber ein lauter Knall und ein Stein lag im Abteil. Die Bewohner eines Slums, durch den wir fuhren, haben die Angewohnheit, Steine aus dem Gleisbett in den fahrenden Zug zu werfen, wie nett!

Hotel ok, bin dann aus Langeweile mit dem Taxi zur Wakeboardanlage und zurück, weitere 10€. Wakeboardanlage ist schön gelegen, gute Obstacles aber noch viel Arbeit, vielleicht bleibts auch so, ist ja Südamerika.

Zarate ist eine Kleinstadt, aber obwohl ein großes Toyotawerk dort ist und das Hafenterminal, liegt die Arbeitslosenrate laut Taxifahrer bei 25%. Die Armut der Bevölkerung ist deutlich zu sehen.

 

19. Oktober 2018

Um 9:30 Uhr pümktlich zum vereinbarten Abholtermin für Auto am Hafenterminal angekommen, der Spediteurtyp taucht aber erst nach einem Anruf auf! Die anderen Abholer, 3 Deutsche und ein Schweizer, die auch Autos auf demselben Schiff hatten, warteten aber vor einem anderem Eingang. „Warten“ war überhaupt das Thema des Tages.  Anfangs waren wir in einer Art Kantine geparkt, dann mussten wir Warnwesten und Schutzblenden für die Schuhe überziehen (siehe 

Foto), sollten aber keinen Rucksack mit ins Terminal nehmen, da dann durch die Kontrolle Zeit verloren gegangen wäre.

Einer der Jungs braucht Medikamente und kam in Schwierigkeiten, da bis 14:30 nichts passierte – bis 14:00 Siesta und dann erst wird fertiggemacht.

Die Frau eines Fahrers ist Spanierin und hat die Typen von der anderen Seite (nur die Fahrer durften ins Terminal) beschleunigt, der Argentinier auf meiner Seite kennt jetzt auch die mitteleuropäische Einstellung zu sinnlosem Warten.

Als wir dann endlich in unsere Autos durften, stellten wir fest, dass 2 Fahrzeuge durchgewühlt waren. Bei einem fehlte nichts, beim dem anderen, bei dem die Schränke für die Verschiffung verschraubt gewesen waren, waren die Halterungen aufgebrochen und 3 Campingstühle fehlten.

Bei mir schien auf den ersten Blick alles in Ordnung, meine Badtürverriegelung war intakt. Am Abend habe ich aber dann nach meinen Bettlaken gesucht und sie nicht gefunden. Sieht so aus, als ob die jetzt in Brasilien zu Diensten sind. Meine auch von Ikea-Originalverpackte Decke und das Polster konnten die aber anscheinend nicht brauchen.

Zweiter Eintrag Verlustliste

Bett- und Kissenbezug mit Laken 19. Oktober Zarate

20. Oktober 2018

Nachdem ich auf einem Campingplatz in der Nähe von Tigre am Lujan übernachtet habe, habe ich heute morgen den Fahrradständer angebaut und mein Auto erneut geprüft.

Unangenehme Erkenntnis: alle meine Schränke wurden durchgewühlt, der Kite wurde aus der Kitetasche genommen, diese wurde zum „Shoppen“ verwendet.

Es fehlen alle Schuhe: Laufschuhe, Golfschuhe, Wanderschuhe etc., außerdem meine Adapter um den Laptop am Bordnetz aufladen zu können. Ich weiß nicht was sonst noch fehlt! Der Schaden summiert sich inzwischen auf 300€.

Wollte neue Bettwäsche wieder bei Ikea kaufen, leider ist der nächste Ikea in Miami. Also werde ich mich wohl oder übel mit Spanisch durch den Bettwäschekauf kämpfen müssen. Der Elektronikadapter schmerzt, der war schwer zu bekommen.

  • Dritter Eintrag Verlustliste:
  • 4 Paar Schuhe 19. Oktober Zarate
  • Kiterucksack 19. Oktober Zarate
  • Elektronikadapter 19. Oktober Zarate

 

Das Wetter hat sich auf 15°C abgekühlt, meine Stimmung auch, will jetzt weg aus Argentinien. Nachdem das Auto nun hier ist, kommt so eine  Depri-Stimmung auf, die ich bekämpfen muss.

Habe ca. 2 Stunden gebraucht, um in Buenos Aires das richtige Schiffsterminal nach Colonia del Sacramento/Uruguay zu finden, denn der ganze Hafen ist eine Baustelle, sämtliche Navigationsstrategien haben versagt. Zum Schluss hat mich ein freundlicher Argentinier mit den Worten:  „Follow me“ hingelotst.

Mit 5500 Pesos war Fähre auch nicht gerade günstig, aber Emmazwo ist groß und kostet. Umgerechnet: 130€.

 

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