Fazit

Fazit:

Von den Erwartungen, ich war Kiten, Surfen, Klettern, Trampolinspringen, Golfen und sogar einmal beim Reiten.

Kiten hat mich süchtig gemacht, werde auf jeden Fall den nächsten Urlaub mit Kiten verbinden. Surfen werde ich nochmals in Form von „Standup Paddle“ probieren, ansonsten ist das nicht meine Sportart.

Golf werde ich weitermachen, habe etwas in Uruguay, Argentinien und Bolivien geübt.

Yoga war nicht mit meinem Reisestil zu vereinbaren, bei meiner nächsten Reise werde ich langsamer reisen, hier ist weniger mehr.

Ich habe viele neue Bekanntschaften geschlossen, keine neue Liebe, kann fluchen wie ein Gaucho, und komme überall mit meinem Spanisch durch, mein Gewicht liegt bei 81 kg, die gesunde Ernährung wurde vorallem in  Argentinien zunichte gemacht. Es ist unglaublich, wieviel Fleisch die Argentinier essen, ich habe als ich alleine war, eine Veggi-Woche eingelegt.

EmmaZwo, deren Verkauf ich anfangs noch in Erwägung zog, war mir ein treuer Partner. Wir haben gemeinsam in Paraguay und Bolivien gelitten und werden zusammenbleiben! Sie wartet auf mich in Uruguay, wo sie für 35$ pro Monat geparkt ist.

Von den Ländern, die ich besucht habe, war mit Paraguay am wenigsten sympatisch, die weiße Oberschicht ist zu elitär und abgeschottet, es klafft (wie in ganz Südamerika) eine große Schere zwischen Arm und Reich. Die Arbeiterklasse (wie ich sie in Argentinien kennengelernt habe) ist rücksichtlos und abweisend.

Auch war es mir dort zu heiss und zuviele Mosquitos. Der Süden des Landes ist aber schön und hat einige interessante Nationalparks.

Uruguay ist schönes kleines Land, teilweise zu teuer, die Leute sind nett. Im Sommer kommen viele Touristen aus Argentinien und Brasilien, da das Land gut entwickelt und sicher ist. Könnte als Beispiel für Südamerika gelten.

Brasilien: auf der einen Seite unbeschwert, locker, Fiesta, schöne und fröhliche Menschen, unbeschreibliche Natur und auf der anderen Seite Korruption, Verbrechen und Armut.

Ich muss da unbedingt wieder hin.

Bolivien, ist meine Hassliebe! Das Land hat EmmaZwo und meiner Lunge schwer zugesetzt, die Luftverschmutzung ist enorm, da die Autos und Lastwagen nicht an die Höhe angepasst werden und so die wenige Luft überdurchschnittlich belasten.

Die Berge sind groß und mächtig und gewaltig anzusehen. Auch hier nimmt sich die weisse Bevölkerung (ca. 10%) alles und sperrt sich in Ghettos und elitären Clubs ein, um den Besitz zu waren. Hier gilt wie überall in Lateinamerika, dass die Chane deinen Lebenstandard zu verbessern, wenn du arm geboren wurdest gleich null ist.

Am besten klappte die Verständigung mit den 30% Mestizen, die Indigenen sprechen nur wenig Spanisch.

La Paz und El Alto sind gigantische Molochs, speziell El Alto ist besonders gefährlich.

Es herrscht noch viel Aberglaube, es werden viele Lamaföten der PatschaMama geopfert (hängen ist den Geschäften von der Decke und sind gruselig anzusehen). Es gibt Gerüchte, dass bei großen Bauten noch Menschenopfer gebracht werden, ich halte die für absolut realistisch.

Das Land ist extrem billig, ausser Treibstoff und Gas, welches für Ausländer das 3fache kostet.

 

Peru

Vom Titicacasee war ich sehr beeindruckt, der Süden kann wegen der Grenze zu Chile und den etnischen Spannungen gefährlich sein. Peru und Bolivien sind die größten Koka-Produzenten.

Chile

Meine Erwartungen waren wohl zu hoch. Ich habe ein Land vorgefunden, das in Bezug auf die Infrastruktur gut entwickelt ist, man sieht das Geld, das durch das Kupfer ins Land kommt.

Es gibt hier ein indigenes Volk, das weder die Spanier, noch Pinochet, noch die jetzigen Regierungen in den Griff bekommen haben, die Mapuche.

Ich habe den Eindruck, dass speziell in Santiago de Chile diese Mentalität weit vebreitet ist. Beim Autofahren kann unter keinen Umständen nachgegeben werden, auch wenn es zum eigenen Nachteil ist, diese Mentalität hat mich in Chile am meisten gestört.

Ansonsten wie überall, tolle Landschaften, tolle Weine und viele nette Leute.

 

Argentinien

Es hat gedauert bis wir uns angenähert haben, aber jetzt verstehe ich den Dialekt und habe dort die besten Naturwunder gefunden. Man muß den Menschen ihren Phlegmatismus nachsehen, man merkt die italienischen Wurzeln. Aber die Nachteile werden durch Freundlichkeit, Offenheit und große Gastfreundschaft mehr als wettgemacht.

Ich werde in einer weiteren Reise auch den Rest des Landes besuchen, es ist zu meinem Favoriten geworden.

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